Fragen an die Landrats-Kandidaten/innen 2026

Es ist schon Tradition der Umweltinitiative Pfaffenwinkel e.V., sich im Vorfeld einer Kommunalwahl mit aktuellen politischen Fragen an die Kandidatinnen und Kandidaten für das Amt des Landrates/der Landrätin zu wenden.

Fünf Fragen zu Perspektiven der Politik im Landkreis Weilheim-Schongau:

  1. Nachdem die vom Freistaat Bayern geforderte Potenzialanalyse von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft erfolgreich war, und somit das Ergebnis mit 1400 Personenkilometer je Kilometer Betriebslänge das Ergebnis unerwartet weit über den geforderten 1000 Personenkilometern lag, sowie erste Gespräche zwischen den Beteiligten stattfinden, stellen sich nachfolgende Fragen:
    Wie wollen Sie die beteiligten Gremien im Reaktivierungsprozess unterstützen? Wie stehen Sie persönlich zu einer Reaktivierung der Fuchstalbahn?
  2. Seit 1980 ist im Regionalplan Oberland eine Umfahrung Huglfings (unter Einbeziehung von Oberhausen) auf bereits bestehenden Straßen als Ziel gesetzt.
    Wollen Sie, dass das weiter boykottiert wird oder sind Sie für eine B-472-Umfahrung Huglfings auf bestehenden Straßen * (über B 2, St 2057/2058) und deren Ausbau zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer und Anlieger (auch der Bürger in Etting und Oderding) und wie setzen Sie sich aktiv zur Realisierung ein (z.B. als Kreisrat im Planungsverband)?
    www.uip-online.de/planungsverband-17-region-oberland/
    www.uip-online.de/postkartenaktion-b472-umfahrung-huglfing-oberhausen/
  3. Wie sehen Sie die Entwicklung der Krankenhausstandorte in Weilheim und Schongau im Rahmen der Gesundheitsreform und wie würden Sie das weiter steuern?
  4. Wie wollen Sie eine dezentrale Energieversorgung (beispielsweise durch „Balkonkraftwerke“, Blockheizkraftwerke, Niedertemperatur-Fernwärme) befördern und unterstützen? Welche Folgen sehen Sie durch die kommunale Wärmeplanung für unseren Landkreis?
  5. Warum sollte ein Mitglied der Umweltinitiative Pfaffenwinkel e.V. (UIP) Sie wählen?

Hier finden Sie die Antworten der Kandidaten/innen in alphabetischer Reihenfolge.

zu 1. Reaktivierung Fuchstalbahn
Ich bin sehr dafür, dass wir die positive Potenzialanalyse für die Fuchstalbahn zusammen mit dem Landkreis Landsberg am Lech auf Chancen für unsere Region untersuchen. Dafür sind aus meiner Sicht zunächst klärende Gespräche mit den Anliegerkommunen, der Deutschen Bahn und der Bayerischen Eisenbahngesellschaft über bestehende Herausforderungen wie Lärmbelastung, ungesicherte Bahnübergänge und die Kostenfrage notwendig.

zu 2. Umfahrung Huglfing
Dass die Huglfinger ihre Ortsdurchfahrt vom Verkehr entlasten wollen, ist absolut nachvollziehbar. Eine Umfahrung für die Gemeinde Huglfing an der Bundesstraße 472 ist im Verkehrswegeplan des Bundes im weiteren Bedarf enthalten und mit Kosten von rund 14 Millionen Euro veranschlagt. Bisher wurde das Projekt vom Staatlichen Bauamt Weilheim noch nicht beplant. Ursächlich dafür ist auch die grundsätzlich bestehende Uneinigkeit der Nachbargemeinden über den möglichen Verlauf einer Trasse. Bei der angedachten Umfahrung auf bestehenden Straßen via Etting und durch Oderding stellt sich die Frage, wie der Verkehr in Zeiten von Navigationsgeräten dazu gebracht werden kann, den 5 km weiteren Umweg zu fahren und wie dies in den betroffenen Gemeinden bewertet wird. Hier werden nur konstruktive Gespräche aller Beteiligten auf Augenhöhe weitere Schritte ermöglichen.

zu 3. Entwicklung der Krankenhaus-Standorte
Die Landkreisbürger haben entschieden, dass in Schongau und Weilheim eine verlässliche Gesundheitsversorgung angeboten werden soll. Diesem Wunsch aus dem Bürgerentscheid fühle ich mich verpflichtet. Als Landrat will ich das heute bestehende Angebot im Gesundheitszentrum in Schongau und im Krankenhaus in Weilheim stabilisieren und finanzierbar weiterentwickeln. Beide Standorte werden einander ergänzen. Schongau braucht Weilheim und Weilheim braucht Schongau.
Wir müssen behördeninterne Synergien stärker nutzen und uns Standortvorteile für unsere Gesundheitsversorgung verschaffen. Dazu gehört die stärkere Zusammenarbeit mit vorhandener medizinischer Forschung und Spitzentechnologie im Landkreis. Zur Gesundheitsversorgung gehört außerdem das hervorragende Angebot der niedergelassenen Haus- und Fachärzte, für die wir attraktive Bedingungen erhalten müssen.

zu 4. Energieversorgung
Die dezentrale Energieversorgung und die kommunale Wärmeplanung sind in der eigenen Kompetenz der Städte, Märkte und Gemeinden. Der Landkreis unterstützt diese Aufgaben der Kommunen durch seine Mitgliedschaft bei der Stiftung Energiewende Oberland finanziell, weil die EWO auf diesem Gebiet Beratung für die Kommunen und Privatpersonen zur Verfügung stellt. Dafür will ich mich auch künftig einsetzen! Kommunale Wärmeplanung kann einen wichtigen Beitrag zur C02-Reduktion im Landkreis leisten.

zu 5. Warum mich wählen?
Weil unser Landkreis meine Heimat ist. Hier bin ich verwurzelt. Hier lebe ich mit meiner Familie. Hier engagiere ich mich im Ehrenamt und seit vielen Jahren beruflich für unsere Region. Darum will ich als Landrat Verantwortung übernehmen: für gut aufgestellte Schulen und attraktive Ausbildungseinrichtungen, für eine verlässliche Gesundheitsversorgung, für Arbeitsplätze und Wertschöpfung im ganzen Landkreis. Im Erhalt unserer wertvollen Natur- und Kulturlandschaft und in der Förderung von Brauchtum und Ehrenamt im Pfaffenwinkel finde ich meine persönliche Überzeugung und den politischen Auftrag, mit nachhaltiger Politik unsere Schöpfung zu bewahren.

zu 1. Reaktivierung Fuchstalbahn
Die Reaktivierung der Fuchstalbahn ist mir eine echte Herzensangelegenheit. Schon vor meiner Zeit als Stadt- und Kreisrätin war, durch den von mir sehr geschätzten Hans Schütz, dieses  Projekt immer wieder Thema bei uns Kreis-Grünen. Durch die positiv bewertete Potentialanalyse sind wir jetzt einen großen Schritt weitergekommen. Eine große Herausforderung bei der Reaktivierung wird nun die Einbindung der zögernden bzw. ablehnenden Anrainergemeinden sein. Aber ich bin guten Mutes, das ich durch Beharrlichkeit, den besseren Argumenten und der Suche nach weiteren Fördermöglichkeiten, die Reaktivierung zu einem guten Ende bringen werde.
Persönlich: Die Reaktivierung ist ein Muss! Eine „Autofreie“-Mobilität ist aus diversen Gründen, wie z. B. Klimaschutz absolut notwendig sinnvoll. Die Reaktivierung ist auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit und Teilhabe: Nicht jeder hat ein Auto oder kann fahren. Eine wohnortnahe Mobilität steigert zudem die Lebensqualität und ist ein wichtiger Standortvorteil.

zu 2. Umfahrung Huglfing
Die vorhandenen Straßen zu nutzen, macht absolut Sinn. Wichtig wäre dann eine konsequente Neubeschilderung und Programmierung der Navis. Die Strecke über Weilheim ist zwar km-mäßig etwas länger, dafür aber zeitlich kürzer. Umfahrungen gehen immer mit großem Flächenverbrauch einher und i. d. R. mit der Zerstörung großer Natur- oder Naherholungsgebieten. Andererseits müssen wir leider zur Kenntnis nehmen, dass die Zahl der zugelassenen Autos im Landkreis erneut stark gestiegen ist. Die Lärm- und Schadstoffbelastung an den örtlichen Durchgangsstraßen wird daher ebenfalls immer mehr. Für Oberhausen/Huglfing sollte diese Entlastung wirklich zeitnah umbesetzt werden. Die Ertüchtigung von vorhandenen Straßen ist einem Neubau vorzuziehen. Dieser sollte dann aber mit Augenmaß erfolgen und nicht in einem gigantischen Umbau (s. B 2 Ausbau bei Wielenbach). Und: Solange der Bahnausbau sträflich vernachlässigt wird, lehne ich Straßenbau-Planungen für noch mehr Straßen bei uns im Landkreis ab. Der Ausbau von Bus und Bahn hat, auch um unsere Klimaziele halbwegs noch zu erreichen, absoluten Vorrang. Landstraßen-begleitende Fahrradwege sind in der Regel schneller und billiger zu realisieren. Gerade in Zeiten verstärkter E-Rad Mobilität ist ein konsequent ausgebautes Schnellradwegenetz die bessere Alternative.

zu 3. Entwicklung der Krankenhaus-Standorte
Ich sehe die Entwicklung der beiden Standort aus medizinischer Sicht: Hervorragend!
Die Krankenhaus GmbH hat die Zeichen der Zeit sehr früh erkannt, und mit den beiden Häuser, dem SOGgesund in SOG und dem Krankenhaus in Weilheim  eine Chance für eine stabile medizinische Versorgung ergriffen.  Wir haben Schongau in ein modernes, sektorenübergreifendes Versorgungszentrum umgebaut – mit einer Vielzahl von niedergelassenen Fachärzten, einem ambulanten OP-Zentrum, einer Notfallambulanz, Geriatrie, Schmerzklinik und einer 40 Betten Station.
In Weilheim haben wir gerade die Zusage für die Bettenerweiterung von 220 auf 250 Betten bekommen, ein Beweis für die hervorragende Arbeit und Spezialisierung, die im KH Weilheim geschaffen wurde.
Jetzt kommt aber die Kehrseite der Medaille: Das Defizit von 13 Mio ist belastend hoch und beschränkt somit auch die Handlungsspielräume in den 34 Kreiskommunen. 
Trotz der guten Arbeit und der Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben im Rahmen der Transformation werden die angeboten Leistungen in beiden Häusern nicht auskömmlich bzw. gar nicht vergütet. Das ist skandalös und dem Umstand geschuldet, dass weder Bund noch Bayern eine verantwortungsvolle Krankenhauspolitik betreiben. Als Landrätin werde ich mich mit Nachdruck und in allen Gremien dafür einsetzten, dass unsere sehr guten Leistungen schnellstmöglich auskömmlich finanziert werden und unsere Häuser stabile Perspektiven erfahren. Darüber hinaus informiere ich mich als Landrätin und somit Aufsichtsratsvorsitzende gewissenhaft über internes Einsparpotential. Eine Re-Etablierung der Geburtenstation für unseren Landkreis ist natürlich absolut wünschenswert. Sobald sich hier eine neue Chance ergibt, werde ich mich mit aller Kraft dafür einsetzten!!!

zu 4. Energieversorgung
Als Landrätin sehe ich meine Rolle darin, die Gemeinden bei einer dezentralen Energieversorgung zu unterstützen – da viele Entscheidungen auf kommunaler oder bundesrechtlicher Ebene getroffen werden. Das Landratsamt kann beraten, koordinieren und Förderprogramme bündeln, damit Projekte schneller umgesetzt werden. Die Errichtung einer Fördermittel-Lotsenstelle im LRA ist ein zentraler Punkt in meinem Programm. Eine enge Zusammenarbeit mit Stadtwerken und Energiegenossenschaften und der ‚Energiewende Oberland‘ ist mir dabei sehr wichtig. In unserer Verantwortung liegt es, dass  Landkreis-eigene Liegenschaften kontinuierlich und zügig an bestehende Klimaneutrale Energiequellen angeschlossen werden. 
Dezentrale Energie stärkt unsere Versorgungssicherheit, hält Wertschöpfung in der Region und entlastet langfristig unsere Haushalte. Der Landkreis muss hier weiter ein starkes Vorbild sein.
Die kommunale Wärmeplanung ist ein wichtiges strategisches Instrument, um die Wärmeversorgung im Landkreis Weilheim-Schongau langfristig klimafreundlich, bezahlbar und sicher zu gestalten. 
Das Ziel ist ein klimaneutraler Landkreis, mit einem stabilen Energiepreis, geringer Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen (aus undemokratischen Staaten) und – vor allem! – einer regionalen Wertschöpfung vor Ort! Regionale Energieversorgung macht uns zukunftsfest und einkommensstark.

zu 5. Warum mich wählen?
Ich stehe für faktenbasierte und lösungsorientierte Politik, für den Schutz unserer Demokratie und für eine bayerischen Heimat, die offen für neue Impulse ist. Ich bin pragmatisch und sozial, habe eine klare Positionierung, die auf Menschenwürde, Respekt, Gemeinwohl und Naturschutz beruht. 30 Jahre Selbstständigkeit und kommunalpolitische Erfahrung haben mich gelehrt, Verantwortung zu übernehmen, auf Veränderungen flexibel zu reagieren, ein Team zu führen, unterschiedliche Interessen zu verbinden und tragfähige Kompromisse durchzusetzen. Mit klarer Haltung und dem Blick fürs Ganze.

zu 1. Reaktivierung Fuchstalbahn
Als möglicher Landrat kann und werde ich mich vermittelnd mit meinem Amtskollegen aus Landsberg einsetzten. Was mir an dieser Stelle allerdings sehr wichtig ist, es müssen die Interessen aller Anliegergemeinden berücksichtigt werden. Diese müssen unter Umständen nämlich Kosten für die Haltestellen und mögliche Parkplätze tragen. Zusätzlich ist ein plötzlich erhöhter Takt ebenso zu berücksichtigen.
Ich selbst stehe der Reaktivierung aber begeistert gegenüber, dies war bereits 2020 so und hat sich bis heute nicht geändert. Selbstverständlich werde ich mich auch als Kreisrat weiter für dieses Projekt engagieren.

zu 2. Umfahrung Huglfing
Eine Umfahrung von Oberhausen und Huglfing wäre natürlich wünschenswert, damit könnte der Bahnübergang mit seiner recht langen Wartezeit und die Orte stark entlastet werden. Allerdings werden die Bürger in Oderding und Etting aber erheblich mehrbelastet. An diesen beiden Stellen müsste man sich noch einmal intensive Gedanken zur Entlastung der beiden Orte machen und eventuell eine Streckenänderung erwägen. Im großen Ganzen kann meiner Meinung nach die bestehende Trasse aber genutzt werden.

zu 3. Entwicklung der Krankenhaus-Standorte
Die Transformation der beiden Häuser ist in vollem Gange, aber bei weitem noch nicht abgeschlossen. Das bisherige Ergebnis kann sich aber durchaus sehen lassen. Leider kann derzeit noch nicht von einer Gesundheitsreform gesprochen werden, die Entscheidungen werden regelmäßig hinausgezögert. Auch auf Landesebene wäre eine konkrete Krankenhausplanung angebracht, das CSU geführte Gesundheitsministerium weigert sich hierbei aber konsequent Verantwortung zu übernehmen. Somit werde ich mich als Landrat für niedrigere Kosten bei gleichbleibender Qualität stark machen. Investitionen müssen sich einer genauen Prüfung unterziehen und ggf. verschoben werden. Zusätzlich werde ich mich bei den übrigen Landräten in den Verhandlungen deutlich gegen Abstriche in Weilheim-Schongau stark machen.

zu 4. Energieversorgung
Wir werden als Kreisverwaltung über die nächsten Jahre den Ausbau der Photovoltaik steigern und die Gebäudeheizungen nach deren Nutzungsdauer entsprechend ertüchtigen. Ich werde mich als möglicher Landrat für eine Konsolidierung der Gebäude an den Standorten Weilheim und Schongau einsetzen, um gerade im Hinblick auf Wärmeenergie zentraler agieren zu können. Für den restlichen bzw. privaten Landkreis sollen die Liegenschaften der Verwaltung und die Schulen eine Vorbildfunktion einnehmen. Weiterhin soll es Beratungen zu Energetischer Sanierung und Energieerzeugung geben.

zu 5. Warum mich wählen?
Als Fertigungsingenieur habe ich seit Jahren Erfahrung mit der Verbesserung und Verschlankung von Prozessen und Gebäudestrukturen, mir ist daher eine effiziente Nutzung der Ressourcen sehr wichtig. Dies ist schon aus Gründen der Kostenreduzierung notwendig und hat zusätzlich einen großen Effekt auf das Erreichen der Klimaziele. Allerdings betrachte ich alles immer mit ein paar Schritten Entfernung, um einen Gesamteindruck zu erhalten. So ist ein Übergang verträglich zu gestalten. Es darf nämlich zu keiner Zeit über die Summe der Bürgerinteressen hinweg gegangen werden. Dennoch werde ich an den richtigen Stellen Druck aufbauen, um auf lange Sicht die gesteckten Ziele zu erreichen und dabei niemanden zu überfordern.

zu 1. Reaktivierung Fuchstalbahn
Grundsätzlich kann eine Reaktivierung der Fuchstalbahn eine Chance für den westlichen Landkreis sein. Eine bessere Anbindung nach Landsberg kann die Region attraktiver machen, Pendler entlasten und dazu beitragen, Arbeitsplätze und junge Familien in der Heimat zu halten. Der ländliche Raum darf verkehrlich nicht weiter abgehängt werden.
Entscheidend ist jedoch, dass eine solche Bahnverbindung zuverlässig betrieben wird. Eine Strecke, die wegen maroder Infrastruktur oder Personalmangels regelmäßig ausfällt, bringt den Menschen keinen Nutzen. Der aktuelle Zustand des Bahnverkehrs zeigt, dass hier erhebliche Probleme bestehen, die nicht ignoriert werden dürfen.
Ebenso müssen die finanziellen Auswirkungen ehrlich benannt werden. Auch bei Förderungen bleiben erhebliche Kosten bei den Kommunen hängen. Eine Reaktivierung darf nicht zulasten der kommunalen Haushalte gehen und andere Pflichtaufgaben verdrängen.
Wir sind offen für die Reaktivierung der Fuchstalbahn – aber nur, wenn Betriebssicherheit, langfristige Finanzierung und ein fairer Lastenausgleich gewährleistet sind. Mobilitätspolitik braucht Nutzen für die Region, keine Projekte auf Kosten der Gemeinden.

zu 2. Umfahrung Huglfing
Viele Menschen in Huglfing und Oberhausen leben seit Jahren mit einer Situation, die sie sich nicht ausgesucht haben. Der Verkehr der B472 rollt Tag und Nacht mitten durch den Ort – vorbei an Wohnhäusern, Höfen, Bushaltestellen.
Im Verkehrswegeplan wird Huglfing zwar als gering bis mittel belastet eingestuft – doch diese Einstufung blendet aus, dass sich die gesamte Verkehrsmenge über eine lange Strecke direkt durch den Ort zieht und der Bahnübergang für einen natürlichen Engpass mit längeren Staus sorgt. Eine solche durchgehende Ortsdurchfahrt bedeutet Dauerlärm und Dauerbelastung, nicht punktuelle Störungen. Wer hier lebt, weiß das – unabhängig von Statistikwerten.
Dass hier etwas getan werden muss, ist keine neue Erkenntnis. Bereits seit 1980 ist im Regionalplan Oberland festgehalten, dass Huglfing und Oberhausen vom Durchgangsverkehr entlastet werden sollen. Während andere Orte entlang der B472 durch Umfahrungen und Ausbaumaßnahmen spürbar entlastet wurden, warten die Menschen hier seit Jahrzehnten auf eine konkrete Umsetzung. Dieses Warten ist nicht länger vermittelbar.
Gerade weil wir im Pfaffenwinkel in einer besonders wertvollen Landschaft leben, setzen wir uns für eine Lösung ein, die Entlastung bringt, ohne neue Schneisen durch Natur und Landwirtschaft zu schlagen. Der Ansatz, den Durchgangsverkehr über bereits vorhandene Straßen wie die B2 sowie die Staatsstraßen 2057 und 2058 ortsfern zu führen und diese gezielt auszubauen, ist aus unserer Sicht der richtige Weg. Er entlastet die Ortskerne, erhöht die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer und schützt die Landschaft vor zusätzlicher Zerschneidung.
Wir wollen nicht weiter diskutieren, ob entlastet werden soll – sondern wie und wann. Deshalb setzen wir uns aktiv dafür ein, dass dieses Projekt politisch priorisiert wird: durch Anträge in den zuständigen Gremien, durch Druck auf die staatlichen Planungsbehörden, durch die Einforderung klarer Zeitpläne und durch die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren. Blockaden und Verzögerungen dürfen nicht länger auf dem Rücken der Anwohner ausgetragen werden.

zu 3. Entwicklung der Krankenhaus-Standorte
Die Entwicklung der Krankenhausstandorte in Weilheim und Schongau ist ein Lehrstück politischen Versagens. Über Jahre hinweg wurde den Bürgern eine sichere, wohnortnahe medizinische Versorgung versprochen – und genau dieses Versprechen wurde immer wieder gebrochen.
Der Bürgerentscheid von 2022 war ein deutliches Signal: Die Menschen im Landkreis wollten keine Zentralisierung auf Kosten der regionalen Versorgung. Statt diesen Willen konsequent umzusetzen, folgte ein jahrelanges Hinhalten, Umplanen und Relativieren. Das Ergebnis sehen wir heute: Schongau wurde faktisch aus der stationären Versorgung gedrängt, Leistungen wurden abgebaut, Vertrauen wurde verspielt.
Jetzt droht mit der Krankenhausreform der nächste Schritt in die falsche Richtung. Unter dem Schlagwort ‚Strukturreform‘ wird zentralisiert, gekürzt und verlagert. Für die Menschen vor Ort bedeutet das längere Wege, mehr Unsicherheit im Notfall und eine schleichende Aushöhlung der Daseinsvorsorge. Wer im ländlichen Raum lebt, soll offenbar weniger wert sein als der Bürger in der Großstadt.
Krankenhäuser sind keine Wirtschaftsunternehmen und keine Verfügungsmasse für Haushaltskonsolidierung. Sie sind lebenswichtige Infrastruktur. Gesundheit darf keine Frage der Postleitzahl sein. Wer diese Reformen unterstützt, nimmt bewusst in Kauf, dass die Versorgung auf dem Land schlechter wird.
Wir sagen klar: Die Standorte Weilheim und Schongau müssen dauerhaft gesichert und gestärkt werden. Nicht als leere Gebäude, sondern mit verlässlicher Grund- und Notfallversorgung, mit ausreichend Personal und einer Finanzierung, die die realen Kosten abdeckt. Das Fallpauschalensystem hat versagt und muss durch eine auskömmliche Strukturfinanzierung ergänzt werden.
Wir werden uns aktiv dafür einsetzen, dass der Landkreis einen verbindlichen Sicherstellungsauftrag für beide Standorte festschreibt, dass Planungen transparent und unter Einbeziehung der Bürger erfolgen und dass Entscheidungen über unsere Gesundheitsversorgung nicht weiter gegen den erklärten Willen der Bevölkerung getroffen werden.
Wer heute erneut zentrale Versprechen bricht, verspielt die Zukunft unseres Landkreises.

zu 4. Energieversorgung
Wir lehnen die kommunale Wärmeplanung in ihrer derzeitigen Ausrichtung ab.
Aus unserer Sicht handelt es sich dabei nicht um ein neutrales Planungsinstrument, sondern um ein politisches Steuerungswerkzeug, das langfristig tief in die Entscheidungsfreiheit von Bürgern, Eigentümern und Kommunen eingreift. Gerade im ländlich geprägten Landkreis Weilheim-Schongau sehen wir erhebliche Risiken für private Haushalte und kommunale Haushalte.
Die kommunale Wärmeplanung schafft Erwartungen und faktische Vorgaben, die später kaum mehr korrigierbar sind. Sie bereitet aus unserer Sicht den Boden für Anschlussverpflichtungen, Investitionszwänge und steigende Kosten – auch wenn diese zum jetzigen Zeitpunkt noch bestritten werden. Besonders betroffen wären Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern, die gezwungen werden könnten, erhebliche finanzielle Mittel in vorgegebene Lösungen zu investieren.
Dezentrale Ansätze wie Balkonkraftwerke oder Blockheizkraftwerke können freiwillig genutzt sinnvoll sein. Wir lehnen es jedoch ab, diese Technologien in eine politisch gesteuerte Gesamtstrategie einzubetten, die bestimmte Systeme bevorzugt und andere faktisch verdrängt. Eine solche Lenkung widerspricht aus unserer Sicht dem Grundgedanken einer wirklich dezentralen Energieversorgung.
Konzepte wie Niedertemperatur-Fernwärme und der Ausbau kommunaler Wärmenetze halten wir im Landkreis Weilheim-Schongau für weitgehend ungeeignet. Die geringe Bebauungsdichte, die heterogene Siedlungsstruktur und die hohen Investitions- und Betriebskosten lassen erhebliche Zweifel an der Wirtschaftlichkeit solcher Modelle aufkommen. Wir warnen davor, Kommunen und Bürger an langfristige Infrastrukturen zu binden, deren finanzielle Tragfähigkeit unklar ist.
Insgesamt sehen wir die Gefahr, dass die kommunale Wärmeplanung zu einer zunehmenden Zentralisierung der Wärmeversorgung führt und neue Abhängigkeiten schafft. Die Kontrolle über die eigene Energieversorgung würde damit schrittweise von den Bürgern auf Planungs- und Verwaltungsebenen verlagert.
Wir setzen uns daher entschieden für freiwillige, marktwirtschaftliche und technologieoffene Lösungen ein. Energiepolitische Maßnahmen müssen bezahlbar bleiben, regionale Besonderheiten berücksichtigen und dürfen nicht durch politische Vorgaben erzwungen werden. Weitere Regulierungen im Wärmesektor lehnen wir ab.

zu 5. Warum mich wählen?
Nicht jede Umweltinitiative wird unsere Positionen teilen – und das ist auch nicht unser Anspruch.
Wer sich im Pfaffenwinkel für Umwelt- und Naturschutz engagiert, sollte sich aber fragen, ob immer neue Vorschriften, Planungszwänge und staatliche Eingriffe tatsächlich dem Schutz unserer Heimat dienen oder am Ende vor allem Kosten, Bürokratie und Akzeptanzprobleme schaffen.
Wir stehen für den Schutz unserer Kulturlandschaft, unserer Wälder und unserer regionalen Strukturen – aber ohne ideologische Überfrachtung und ohne Experimente auf dem Rücken der Bürger. Umweltpolitik muss mit den Menschen gemacht werden, nicht gegen sie.
Gerade im ländlichen Raum braucht es Maß, Vernunft und Augenmaß statt pauschaler Konzepte wie kommunaler Wärmeplanung oder zentraler Infrastrukturprojekte, die an den Gegebenheiten vor Ort vorbeigehen.
Wer Umwelt schützen will, ohne Eigentum zu gefährden, ohne Kommunen finanziell zu überfordern und ohne gesellschaftliche Spaltung zu vertiefen, findet bei uns eine klare Alternative zu einer Politik der Bevormundung.

zu 1. Reaktivierung Fuchstalbahn
Die Fuchstalbahn muss kommen. Öffentlicher Nahverkehr fördert die soziale Teilhabe und verlagert Verkehr von der Straße auf die Schienen. Hierdurch wird Gesellschaft gefördert und die Umwelt entlastet. Da diese eine umweltfreundliche Verbindung nach Augsburg und Landsberg bietet.
Für mich als Landrat hätte die Reaktivierung der Fuchstalbahn einen hohen Stellenwert. Doch ist sie auch nur ein Teil des geplanten Infrastrukturwandels, zur Verbindung des Landkreises und darüber hinaus mit dem ÖPNV. Gleichzeitig muss dafür gesorgt werden, dass entstehende Jobs gut und fair bezahlt werden, Die hierfür notwendigen Gremien erhalten meine volle Unterstützung.

zu 2. Umfahrung Huglfing
Eine Umfahrung Huglfings würde Menschen in Huglfing entlasten und erhält daher meine Unterstützung. Gleichzeitig ist es auch hier wichtig den ÖPNV auszubauen um mehr Menschen den Transport zu ermöglichen und den umweltbelastenden Individualverkehr zu minimieren.
Auch aus sozialen Gesichtspunkten, ist ein allumfassender und günstiger ÖPNV für die Soziale teilhabe, unabdingbar.

zu 3. Entwicklung der Krankenhaus-Standorte
Notfallstationen und Geburtenstationen müssen schnell und sicher erreicht werden. Die Schließung dieser war ein Fehler. Als Landratskandidat setze ich mich dafür ein, dass Krankenhaus in Schongau wieder als Krankenhaus zu nutzen. Ein Geburtenhaus wäre zwar ein entlastender Ansatz, doch wissen wir um die missliche Situation der Hebammen. Somit kann ein Geburtenhaus nur als Ergänzung aber nicht als Ersatz gedacht werden.

zu 4. Energieversorgung
Die Nutzung klimafreundlicher Energieerzeugung muss ausgebaut werden. Die kommunale Wärmeplanung sollte weitaus schneller vorangetrieben werden, als gesetzlich geplant. Gleichzeitig dürfen die Kosten nicht bei den Mieterinnen hängen bleiben. Die Bekämpfung des Klimawandels ist eine gesellschaftliche Aufgabe und muss daher auch durch die Gesellschaft bezahlt werden. Vermieterinnengesellschaften und Unternehmerinnen die seit jeher Kapital auf Kosten der Allgemeinheit akkumulieren müssen stärker besteuert werden, etwa durch höhere Gewerbesteuern, um die Kosten zu finanzieren und die Arbeiterinnen zu entlasten.
Aus rein physikalischen und geographischen Gesichtspunkten ist der Südwesten Bayerns für Geothermie, durch das süddeutsche Molassebecken, prädestiniert. Ebenso kann man effizientere Sole-Wasser Wärmepumpen Nutzen. Und Bayern ist ein Windland, hierzu verweise ich auf den Windenergieatlas.

zu 5. Warum mich wählen?
Es gibt kein grünes Wirtschaftswachstum. Jedes Wachstum beruht auf der Ausbeutung endlicher Rohstoffe. Somit können wir im Kapitalismus den Klimawandel immer nur bekämpfen, aber nie erfolgreich beenden.
Ein echter Klimawandel kann nur ohne Bestreben nach Profit und Kapitalakkumulation verwirklicht werden. Daher braucht es Menschen wie mich, die für eine sozialistische, solidarische, gerechte Alternative kämpfen.
Umweltschutz wird für mich immer vor Profit stehen!

zu 1. Reaktivierung Fuchstalbahn
Das Ergebnis der Potentialanalyse ist ein großer Schritt nach vorne, denn nach meinem Dafürhalten war das sog. Tausender-Kriterium die größte Hürde im Reaktivierungsprozess. Nun gilt es vor allem die Anrainer-Kommunen bei den weiteren Schritten mitzunehmen. Insbesondere die Kommunen, die einer  Reaktivierung noch skeptisch gegenüberstehen. Hier müssen vor allem der künftige Landrat/die künftige Landrätin des Landkreises Weilheim-Schongau bzw. Landsberg am Lech gemeinsam die Federführung übernehmen und alle Kommunen – um bei der Eisenbahn zu bleiben – aufs Gleis setzen. Es muss deutlich gemacht werden, dass für unsere gesamte Region ein Personenverkehr auf der Fuchstalbahn einen großen Schub nach vorne bedeuten würde. Zudem sollte eine Art Task Force gegründet werden, um die Belange der betroffenen Landwirte (Beseitigung von Bahnübergängen) und der Anwohner (Zuglärm) sachgerecht abwägen zu können. 
Ich setze mich als Bürgermeister schon seit nunmehr 12 Jahren gegen alle Widerstände für eine Reaktivierung der Fuchstalbahn ein. Viele Gespräche mit der BEG, mit dem damaligen Bundesverkehrsminister Dobrindt und politischen Vertretern aus der Region habe ich geführt. Zudem habe ich stets Herrn Dipl.-Ing. Andreas Holzhey, der u. a. das sog. Eckpunktepapier erstellt hat, bei der Erstellung dieser wichtigen Entscheidungsgrundlage unterstützt und diese mit ihm zusammen im Rahmen eines runden Tisches den Anrainer-Bürgermeistern 2021 vorgestellt.

zu 2. Umfahrung Huglfing
Da ich selbst viele Jahre als Verwaltungsjurist in der Abteilung Straßenbau des Bundesverkehrsministeriums tätig war, weiß ich, dass Varianten für Trassenführungen von Ortsumfahrungen nicht leicht zu beurteilen und oft sehr umstritten sind: Diese müssen im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens unter allen in Betracht kommenden Belangen von Privaten (vor allem der Anwohner), dem (ehrenamtlichen) Naturschutz und den Trägern öffentlicher Belange abgewogen werden. Dies gilt auch für die Ortsumfahrung Huglfing, die als „weiterer Bedarf“ im Bundesverkehrswegeplan 2030 enthalten ist. Es wäre aus meiner Sicht nicht seriös, wenn ich mich an dieser Stelle für eine Variante bzw. für den Ausbau statt Neubau aussprechen würde. Vielmehr muss zunächst die Vorzugsvariante unter den vorgenannten Aspekten nach den aktuellen Gegebenheiten ermittelt werden. Was ich aber jetzt schon zusagen kann ist, dass ich mich als Landrat dieses Themas annehmen werde.  Hierzu müsste mit den beiden betroffenen Kommunen Huglfing und Oberhausen gesprochen werden und natürlich mit dem Staatlichen Bauamt, das hier für den Bund im Rahmen der Auftragsverwaltung zuständig ist. Mehr als 40 Jahre Wartezeit sind gewiss genug und es muss nun eine Lösung auf den Tisch.

zu 3. Entwicklung der Krankenhaus-Standorte
Keine Frage: Als Erster Bürgermeister der Stadt Schongau habe ich für den Erhalt unseres Krankenhauses gekämpft und hätte es gerne vor Ort erhalten. Nachdem allerdings im Kreistag im September 2023 entschieden wurde, dass Schongau zu einem Ambulanzzentrum transformiert und das Weilheimer Haus zum Schwerpunktversorger weiter ausgebaut werden soll, müssen wir nun daraus das Beste machen. Aus meiner Sicht ist das SOGesund auf einem guten Weg und gewährleistet eine erstklassige Medizin in unserer Region. Nunmehr müssen aber auch die Prognosen der Geschäftsleitung eintreten, dass nämlich das hohe Defizit der Krankenhaus GmbH durch den beschriebenen Transformationsprozess deutlich geringer wird. Hierbei spielt auch die Krankenhausreform eine wesentliche Rolle, bei der unbedingt neben Fallpauschalen auch sog. Vorhaltevergütungen, die vor allem Schongau zugutekämen, eingeführt werden müssen. Für mich gilt Folgendes: Beide Häuser weiter ausbauen und stabilisieren; in Schongau die Zeiten der Notfallambulanz weiter ausdehnen und Weilheim so stärken, dass es dem – aus meiner Sicht schon vor einigen Jahren zu erwartenden – Konkurrenzdruck durch das Klinikum Starnberg standhält.

zu 4. Energieversorgung
Für mich ist der Klimawandel eine der größten Herausforderungen, die auf uns in den nächsten Jahren zukommen wird. Deshalb muss der Landkreis an seinem Ziel festhalten, bis 2035 seinen Energieverbrauch ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen zu beziehen. Hierbei spielt vor allem die Energieversorgung eine große Rolle. Mein Motto: Vom Pfaffenwinkel zum Sonnenwinkel. Wir müssen möglichst viel Energie aus Solargewinnen und hierbei spielen alle Möglichkeiten eine große Rolle: Von der Agri-PV-Anlage bis hin zum Balkonkraftwerk. Die Kommunen des Landkreises sind – wie z.B. die Stadt Schongau – derzeit dabei, ihre kommunale Wärmeplanung vorzunehmen. Dort, wo der Landkreis kann, wird er die Kommunen hierbei unterstützen bzw. vor allem dann, wenn es darum geht, regenerative Energiequellen neu zu schaffen. Flächen von Gebäuden des Landkreises müssen wir mit PV-Elementen ausstatten. Außerdem setze ich mich dafür ein, dass die gesetzlich vorgeschriebenen 2 % der Landkreisfläche bzw. der Planungsregion 17 als Flächen für eine mögliche Windkraftnutzung ausgewiesen werden. Hierbei kommt es aber darauf an, dass dort eine ausreichende Windernte zu erwarten ist. Die Wind- und Sonnenenergie sind wichtige Bausteine für die Energiewende und werden unseren Landkreis vom Landschaftsbild verändern.

zu 5. Warum mich wählen?
Mit meiner 12jährigen Erfahrung als Erster Bürgermeister und meiner Ausbildung zum Volljuristen bringe ich die persönlichen, fachlichen und beruflichen Voraussetzungen mit, über die ein Landrat verfügen muss: Als Chef der Verwaltung und Vorsitzender im Stadtrat zeichne ich mich durch juristische Kompetenz, stringente Sitzungsleitung, Führungsstärke sowie Belastbarkeit aus. Außerdem verfüge ich über die Fähigkeit, unter Zeitdruck zu arbeiten und bei Gegenwind den Kurs zu halten. Das Wichtigste aber ist, dass der Landrat, wie auch der Bürgermeister, gut zuhören kann, um dann die richtige Entscheidung zu treffen. Ich scheue nicht davor zurück, eine klare Marschrichtung vorzugeben und diese auch durchzusetzen. 
Hierbei habe ich natürlich auch die Umwelt im Blick. Das Thema Umweltschutz ist Teil meiner politischen DNA, die sich schon Ende der Siebziger Jahre bei mir verfestigt hat. Ich habe die Waldorfschule Freiburg-St. Georgen nach 13 Jahre mit dem Abitur verlassen und während meiner gesamten Schulzeit war das Thema Umweltschutz stets Teil des Lehrplans. Was es heißt, für den Umweltschutz aktiv einzutreten, habe ich erfahren, als ich zusammen mit vielen anderen Menschen aus allen Bevölkerungsschichten gegen das damals geplante Atomkraftwerk im südbadischen Whyl auf die Straße gegangen bin.  Das Atomkraftwerk ist – Gott sei Dank – nie gebaut worden. Die Mitglieder der UIP können also davon ausgehen, dass bei meinen Entscheidungen auch das Thema auch die Umwelt stets mitberücksichtigen werden. Wenn es hierbei zu Gegenwind kommt, halte ich diesem dann stand. 

zu 1. Reaktivierung Fuchstalbahn
Als Landrat für den Landkreis Weilheim-Schongau werde ich alle Beteiligten im Reaktivierungsprozess der Fuchstalbahn wirksam unterstützen. Dazu gehört für mich die Einrichtung eines Lenkungskreises zusammen mit dem Landkreis Landsberg am Lech, in dem sich die Landkreise, die Umwelthilfe Pfaffenwinkel mit ihrem Arbeitskreis, die Initiative Fuchstalbahn, der Verkehrsverbund, Eisenbahnverkehrsunternehmen und die Bürgermeister (nicht nur aus den direkt Beteiligten Gemeinden) regelmäßig Austauschen und so die Koordination übernehmen. Der Landkreis soll fachliche Ressourcen bereitstellen und/oder wenn nötig auch finanzieren. Ich werde die Einrichtung einer kleinen Projektstelle im Landratsamt unterstützen, die die Projektleitung, Termin und Kostenkontrolle sowie die Schnittstellenkoordination übernimmt. Parallel dazu werde ich zukünftige Förderanträge für Landes-, Bundes- und EU-Programme vorantreiben und interkommunale Vereinbarungen moderieren, damit Finanzierung, Flächenfragen und die Anbindung an den ÖPNV geklärt sind. Weiter entfernte Orte möchte ich mit einen Rufbussystem, in Anlehnung an den Blauen Land Bus an die Fuchstagbahn anschließen. Ich möchte das Projekt Fuchstalbahn möglichst schnell vorantreiben und umsetzten, weil ich es als einen zentralen Punkt in Bezug auf die Verbesserung des ÖPNV, den Klimaschutz und die Attraktivität unserer Region sehe.
Transparenz und Beteiligung sind mir wichtig: Regelmäßige Informationsveranstaltungen, Online-Statusberichte und strukturierte Bürgerbeteiligung sollen Akzeptanz und Zuspruch schaffen; Praktische Begleitmaßnahmen wie Park&Ride und sichere Radabstellanlagen sind ebenfalls Teil meiner Agenda und auch Teil des FDP Wahlprogrammes.
Persönlich befürworte ich die Reaktivierung der Fuchstalbahn sehr und ich erachte sie als ökologisch wichtig und wirtschaftlich tragfähig. Eine funktionierende Bahnverbindung kann Pendelwege verkürzen, den motorisierten Individualverkehr reduzieren und die regionale Entwicklung stärken. Entscheidend sind für mich eine fundierte Kosten-Nutzen-Bewertung, belastbare Förderzusagen und ein klarer, finanzierbarer Umsetzungsplan inklusive Betriebssicherheit. Diese Voraussetzungen sehe ich durch die Potenzialanalyse erfüllt und ein Verantwortungsvoller Umgang mit dem mir anvertrauten Steuergeldern ist auch bei der Fuchstalbahn für mich als Landrat selbstverständlich.

zu 2. Umfahrung Huglfing
Als Landrat setze ich mich für die zügige Umsetzung der B472-Umfahrung von Oberhausen und Huglfing auf den bereits bestehenden Straßen durch deren Ausbau ein. Durch den bereits erfolgten Ausbau der B472 und des aktuellen Ausbaus der B2 bis Weilheim, ist dies der nächste logische und wichtige Schritt, um die Ost–West Verbindung zu stärken. Die Umfahrung ist aus meiner Sicht notwendig, um den Durchgangsverkehr aus den Ortszentren zu nehmen, die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer zu erhöhen. Gleichzeitig reduziert sie Lärm- und Schadstoffbelastungen und schafft bessere Bedingungen für lokales Gewerbe, den Tourismus und verbessert in den Betroffenen Orten speziell in Huglfing und Oberhausen die Lebensqualität. In diesem Zug muss auch für Etting muss ein akzeptables Konzept erstellt werden.
Als Landrat möchte ich, dass der Landkreis aktiv die Planung begleitet, die erforderlichen Gutachten (Verkehrs-, Umwelt- und Schallschutztechnisch) organisiert und eng mit dem Freistaat, dem Bund und den betroffenen Gemeinden zusammenarbeitet, um die Finanzierung zu sichern. Transparente Informationen und frühestmögliche Bürgerbeteiligung sind mir sehr wichtig: Anwohnerinnen und Anwohner sowie Gewerbetreibende sollen in Planungsstände eingebunden und mögliche Eingriffe in Natur und Landschaft möglichst geringgehalten bzw. kompensiert werden.
Ich möchte klare Meilensteine ​​für Planung, Genehmigung und den Bau festlegen, eine Ansprechstelle im Landratsamt einrichten (ohne neue Stellen zu schaffen) und Fördermöglichkeiten konsequent verfolgen und nutzen. Mein Ziel ist eine umweltverträgliche, wirtschaftlich sinnvolle Lösung, die den Verkehr dauerhaft sicherer und die Lebensqualität in Huglfing und Oberhausen spürbar verbessert.

zu 3. Entwicklung der Krankenhaus-Standorte
Als Landrat und Bürger des Landkreises liegt mir die Versorgungssicherheit für alle Menschen im Landkreis ganz besonders am Herzen. Die anstehenden Gesundheitsreformen stellen uns vor die Aufgabe, Qualität, Wirtschaftlichkeit und wohnortnahe Erreichbarkeit der medizinischen Versorgung auszubalancieren. Mein Ziel ist ein klarer, realistischer Weg, der die Stärken unserer Häuser in Weilheim und Schongau erhält und weiter optimiert, aber auch notwendige Modernisierungen und Spezialisierungen ermöglicht.
Weilheim soll zu einem Versorgungszentrum (Level 2) weiterentwickelt werden. Um Weilheim weiterentwickeln zu können und aufgrund der schlechten Lage in Weilheim möchte ich auch die Möglichkeit eines Neubaus nicht ausschließen, hierzu möchte ich schnell Gespräche führen, um Fehlinvestitionen zu vermeiden. Schongau muss als wohnortnahe Basisversorgung erhalten bleiben – mit gesicherten Notfallkapazitäten, stationären Grundversorgungsangeboten und dem Ausbau ambulanter Leistungen und medizinischer Nachsorge. Eine klare Aufgabenverteilung zwischen beiden Standorten, um Doppelstrukturen zu vermeiden und die Auslastung zu optimieren erhöhen die medizinische Qualität durch Spezialisierung sowie die Wirtschaftlichkeit. Digitalisierung von Verwaltung und Dokumentationen soll die Arbeitsqualität und somit das Personal unterstützen und schützen, damit unsere Krankenhäuser auch als Arbeitgeber interessant sind.
Ich setze mich dafür ein, dass wir gemeinsame Ausbildungs- und Weiterbildungsprogramme mit Fachschulen und Universitäten aufbauen, damit wir mit hochqualifiziertem Personal die Gesundheitsversorgung auch langfristig sichern und verbessern können.
Die Reform darf nicht dazu führen, dass Entscheidungen hinter verschlossenen Türen getroffen werden. Transparenz und Bürgerbeteiligung sind zentrale Prinzipien meiner Politik: Mit runden Tischen und Livestream bzw. einem abrufbaren Videoarchiv aller öffentlichen Sitzungen und Besprechungen werde ich dieses erreichen. Unabhängige Wirtschaftlichkeitsprüfungen mit klaren Kriterien sollen Schwachstellen identifizieren, um gezielte Konzepte entwickeln zu können. Dazu möchte ich auch einen Quartalsweisen Statusbericht, der die Finanzen beinhaltet, im Kreistag einführen.
Langfristig strebe ich eine stabile, wirtschaftlich tragfähige und qualitätsorientierte Krankenhaus GmbH an, die Arbeitsplätze sichert und die Gesundheitsversorgung für unsere Bevölkerung nachhaltig gewährleistet.
Des Weiteren werde ich mich für eine Geburtenstation/ Geburtshaus in unserem Landkreis einsetzten. Für mich steht fest: ein Familienfreundlicher Landkreis muss die Möglichkeit einer Wohnortnahen Geburt haben.

zu 4. Energieversorgung
Eine dezentrale Energieversorgung ist für mich als Landrat eine der Baustellen an der viel für unsere Bürger und unsere Wirtschaft erreicht werden kann. Für mich steht fest: die eigene Energie wird die günstigste sein und Nebeneffekt einer dezentralen Energieversorgung sind niedrigere Netzausbaukosten und somit geringere Belastung für unsere Bevölkerung.
Als Landrat werde ich einen Klimaplan in Zusammenarbeit mit den Kommunen für den gesamten Landkreis erstellen lassen. Ziel ist es Ressourcen, Bedarfe und Möglichkeiten zu erfassen, zu Quantifizieren und gezielt und Kosteneffizient umzusetzen. Der Klimaplan soll sowohl für Strom als auch die Kommunale Wärmeplanung erfassen und von der Energiewende Oberland nach dem Vorbild im Landkreis Garmisch erstellt werden. Für die Stromproduktion möchte ich bereits versiegelte Flächen wie Dächer und Parkplätze vorrangig nutzen und die Speicherung in den Fokus nehmen. Was wir produzieren, muss auch verbraucht werden können, alles andere senkt die Wirtschaftlichkeit und erhöht die Kosten. Umsetzen soll die Energie- und Wärmewende nicht vorrangig der Staat bzw. die Kommunen, sondern die Privatwirtschaft. Denn für mich steht fest, die Fachkompetenz und das Kapital besitz die Wirtschaft und nicht der Staat. Als Landrat möchte ich unterstützen, Möglichkeiten und Innovationen ermöglichen und nicht Steuergeld ineffizient verschwenden.
Mein Ziel ist möglichst schnell möglichst viele Emissionen zu vermeiden, dabei die Wirtschaft stärken, um Arbeitsplätze und Wohlstand zu sichern.

zu 5. Warum mich wählen?
Ich kandidiere, weil unser Landkreis neuen Schwung und eine neue Politik für unsere Zukunft braucht – mit Verantwortung, Freiheit und Mut zu Entscheidungen. Wirtschaft, Klima, Gesundheit, Wohnen, Bildung und Mobilität möchte ich zusammen denken und unsere Bürger in den Mittelpunkt stellen. Unser Landkreis funktioniert nur als eine Einheit und deshalb stehe ich für eine interdisziplinäre Politik für den ganzen Landkreis.
Ich stehe für eine starke Wirtschaft mit weniger Bürokratie, schnellen Genehmigungen und fairen Chancen für Mittelstand und Handwerk. Innovation ist unser Wachstumsmotor und Klimaschützer.
Im Gesundheitswesen will ich wohnortnahe Versorgung sichern, medizinisches Personal stärken und Digitalisierung nutzen, um Wege zu verkürzen und Kosten zu sparen, bei gleichzeitig qualitativ Hochwertiger Gesundheitsversorgung
Klimaschutz gelingt durch Fortschritt, nicht durch Verbote: Bürgerenergie, nachhaltige Technologien und Erhalt unserer einzigartigen Landschaft sind meine Prioritäten.
Für die Mobilität der Zukunft brauchen wir bessere Bus- und Bahnverbindungen, neue Bussysteme wie Rufbusse, sichere Radwege – aber auch bezahlbare individuelle Mobilität.
Wohnen muss auch in Weilheim Schongau bezahlbar sein. Ich möchte den Erwerb von Eigentum stärken und die Baukosten durch praxistaugliche Vorgaben senken, deshalb bin ich auch für die Einführung des neuen Gebäudetyps E.

zu 1. Reaktivierung Fuchstalbahn
Ich habe mich über das positive Ergebnis der Pot.- Analyse sehr gefreut. Ich halte die Reaktivierung der Fuchstalbahn, genauso wie die Sanierung der Pfaffenwinkelbahn und die Ertüchtigung/Elektrifizierung der Ammerseebahn für sehr wichtige und zukunftsträchtige Infrastrukturprojekte im öffentlichen Personennahverkehr in unserem Landkreis!
Unsere Landrätin führt zusammen mit ihrem Landratskollegen aus LL und den Bürgermeistern der Anrainergemeinden intensive Gespräche mit den Verantwortlichen des Bayerischen Verkehrsministerium und BEG für eine Reaktivierung der Fuchstalbahn. Dabei geht es darum, einen Fahrplan für einen Reaktivierungsprozess zu erarbeiten und dabei konkrete nächste Schritte zu definieren. Als Landrat würde ich die Reaktivierung der Fuchstalbahn mit hoher Intensität und Leidenschaft weiter verfolgen.

zu 2. Umfahrung Huglfing
Der Wunsch nach einer solchen Umfahrungslösung müsste primär von den betroffenen Gemeinden formuliert und an das Straßenbauamt herangetragen werden! Ganz allgemein befürworte ich ausdrücklich die Zielsetzung – wenn sinnvoll – bestehende Verkehrswege aufzuwerten, um weitere massive Eingriffe in die Landschaftsökologie zu vermeiden!
Als Landrat würde ich zunächst das Gespräch mit den Bürgermeister/innen der betroffenen Gemeinden suchen, um herauszufinden, ob es in dieser Thematik einen gemeinsamen Nenner gibt.

zu 3. Entwicklung der Krankenhaus-Standorte
Ich befürworte die konsequente Fortführung des beschlossenen Restrukturierungsprozesses für unsere Krankenhäuser in WM und SOG.
Das SOGESUND soll dauerhaft eine zentrale Rolle in der Gesundheitsversorgung des Landkreises einnehmen. Bereits heute können dort zahlreiche Krankheitsbilder im ambulanten OP-Zentrum behandelt werden. Damit hat das SOGESUND das Potenzial, als Vorreiter der Ambulantisierung gestärkt aus der Gesundheitsreform hervorzugehen. Als
sektorenübergreifender Versorger soll es zudem als wichtige Schnittstelle fungieren und Behandlungen an Kliniken der Schwerpunkt- oder Maximalversorgung koordinieren.
Gleichzeitig setzen ich mich für den Ausbau des Krankenhauses Weilheim zu einem Schwerpunktversorger (Level-2-Krankenhaus) ein. So sichern wir dauerhaft eine hochwertige stationäre Versorgung im Landkreis. Landkreisübergreifende Versorgungskonzepte sowie eine enge Anbindung an universitäre Zentren der Maximalversorgung wollen wir gezielt weiterentwickeln.
Diese notwendigen Strukturveränderungen bedeuten für Patientinnen und Patienten teilweise längere Wege und eine höhere Mobilität. Sie verbessern jedoch die Qualität der medizinischen Versorgung und tragen dazu bei, diese langfristig finanzierbar zu halten.

zu 4. Energieversorgung
Durch die kommunale Wärmeplanung sind die Gemeinden und Städte gefordert, klimaneutrale Energiekonzepte zu planen. Damit erhalten die Bürgerinnen und Bürger Planungssicherheit und können ihre individuell zu treffenden Entscheidungen drauf abstimmen.
Ich unterstütze das Klimaschutzkonzept des Landkreises. Unser langfristiges Ziel ist ein klimaneutraler Landkreis Weilheim-Schongau, der Verantwortung für kommende Generationen übernimmt und gleichzeitig Wertschöpfung in der Region hält.
Ein wichtiger Partner auf diesem Weg ist die Bürgerstiftung EWO Energiewende Oberland, die wir auch weiterhin ausdrücklich unterstützen. Sie leistet einen wertvollen Beitrag zur Information, Beratung und Umsetzung von Projekten rund um die Energiewende im Oberland.

zu 5. Warum mich wählen?
Weil ich als erfahrener Kommunalpolitiker und Demokrat weiß, wie man wichtige Projekte voranbringt. Dazu gehören der ÖPNV, Klimaschutz und die wirtschaftliche Weiterentwicklung genauso wie Wohnen, Bildung und ein gutes soziales Miteinander!

zu 1. Reaktivierung Fuchstalbahn
Ich habe viele Jahre in Hohenfurch gelebt und befürworte die Reaktivierung der Fuchstalbahn Gründen sehr: Ein Zug ist eine gutes Fortbewegungsmittel, da er die Umwelt und das Klima weniger belastet als der Individualverkehr oder Busse. Die Fuchstalbahn schafft eine schnelle und kurz getaktete Verbindung nach Landsberg, die nicht von Schulzeiten abhängig ist und eine weitere Anbindung des Landkreises nach München darstellt. Für den Tourismus kann eine „Rundreise“ Schongau, Landsberg, Augsburg, Dießen, Weilheim, Peißenberg, Schongau angeboten werden und bringt weitere Gäste und Gelder in den Landkreis.
Eine Unterstützung des Reaktivierungsprozesses würde ich durch kurzfristig einberufene Gesprächsrunden mit allen Beteiligten leisten. Die Abstimmung mit Bahn und dem Nachbarlandkreis erfolgt dann „Hand in Hand“ mit den notwendigen Beschlüssen der politischen Gremien. In den anliegenden Orten werde ich Versammlungen einberufen, um für dieses Projekt zu werben und offene Fragen der Bürgerinnen und Bürger zu beantworten. Ich bin überzeugt, dass die Fuchstalbahn reaktiviert wird, wenn der Kreistag und ich als Landrätin das wollen und deutlich kundtun.

zu 2. Umfahrung Huglfing
Ich bevorzuge die B 472 Umfahrung Huglfings auf bestehenden Straßen (B2, St 2057/2058), da dies die klimafreundlichste, kostengünstigste und am schnellsten umzusetzende Variante ist. Als Landrätin wäre ich Mitglied im Planungsverband und würde dort und im Kreistag versuchen ein entsprechendes „Go“ für diese Variante zu erhalten. Die Sicherheit aller Anlieger und Verkehrsteilnehmer muss oberstes Ziel sein. In Gesprächen mit den Straßenbauträgern würde ich mich für eine vernünftige praktikable Ausbauvariante einsetzen, die im Bereich Etting und Oderding ein gefahrloses Überqueren z.B. durch eine Ampelanlage oder Fußgängerbrücke ermöglicht und einen begleitenden Radweg vorsieht.

zu 3. Entwicklung der Krankenhaus-Standorte
Sie haben sicherlich mitbekommen, dass ich als Kreisrätin ÖDP/Unabhängige den derzeitigen Umstrukturierungsprozess der Krankenhaus-GmbH sehr kritisch begleite und mehrere Anträge zu diesem Thema gestellt habe.  Das KH Weilheim als Schwerpunktversorger wird m.E. nicht umsetzbar sein, dagegen sprechen u.a.  die zu niedrige Bettenzahl, die beengte Innenstadtlage, der fehlende Hubschrauberplatz, die nahe „Konkurrenz“ aus Starnberg und Murnau sowie die sehr beschränkten Haushaltsmittel des Landkreises. Wir können uns das derzeitige Defizit von 12 MIo pro Jahr zzgl. Investitionskosten auf Dauer nicht leisten. Schon jetzt fehlen Mittel, z.B. für den Schulbau oder Radwege. 
Das KH Schongau hat viel Platz, wäre nach Reaktivierung der Fuchstalbahn gut angeschlossen und war meiner Ansicht nach immer das Haus, das geeigneter für einen Ausbau wäre. Durch die Stilllegung der Geburtsstation und den Aufbau des SOGESUND wurden jedoch Kreistagsentscheidungen getroffen, die nur sehr schwer und mit erheblichem finanziellen Aufwand rückgängig zu machen wären.
Die Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern zeigen mir deutlich, dass diese eine wohnortnahe Notfallversorgung rund um die Uhr und eine Entbindungsstation fordern; planbare OPs lassen sie bereits jetzt in Spezialkrankenhäuser außerhalb des Landkreises durchführen. Mein Ziel ist es, in WM und SOG mindestens „kleine“ Häuser mit Notfallversorgung 24/7 und einem ambulanten Versorgungzentrum zu erhalten und eine Geburtenstation/Geburtshaus im Landkreis zu betreiben.

zu 4. Energieversorgung
Seit 01.12.2025 ist das 2.Beteiligungsverfahren für etliche Windkraft-Vorranggebiete in unserer Region abgeschlossen. Die Gemeinden Fuchstal und Denklingen zeigen, wie Bürgerbeteiligung mit Windkraft erfolgreich funktioniert. Mit blueFLUX Energy haben wir in Peißenberg ein Pionierunternehmen der dezentralen und CO2-freien Energieerzeugung aus Gülle und Fäkalien (organische Reststoffe) am Start.
Die Energiegenossenschaft Oberland betreibt mehrere (Agri-) PV Anlagen in Bürgerhand mit insgesamt mehr als 20.000 kWp. Ich werde die vielen guten Grundlagen im Landkreis tatkräftig nutzen. Zuerst für die landkreiseigenen Immobilien, um die Vorteile für Alle darzustellen. Bei der kommunalen Wärmeplanung wird das Landratsamt die Gemeinden nach Kräften unterstützen. Mein Ziel ist auch, dass wir den Landkreis weniger angreifbar für Sabotageakte (wie kürzlich in Berlin) machen. Viele dezentrale Energie- und Wärmeversorgungsanlagen machen uns unabhängiger und behalten die Wertschöpfung in der Region.

zu 5. Warum mich wählen?
Als ehemalige Bürgermeisterin von Peißenberg und durch meine 18 -jährige Mitgliedschaft im Kreistag habe ich viel kommunalpolitische Erfahrung. Mit meiner Kreistagsfraktion ÖDP/Unabhängige habe ich mehrere Anträge/Nachfragen zum Artenschutz, Vermeidung grauer Energie, dezentraler Energie und Einhaltung der selbstgesetzten Klimaziele gestellt. Wir haben durchgesetzt, dass alle Entscheidungen des Kreistages auf Klimafreundlichkeit hin geprüft werden. Haushaltskonsolidierung, Gemeinwohlökonomie, Einhaltung der Klimaziele und Ausbau des ÖPNV werden bei mir oberste Priorität haben.
Mein Motto lautet: Gemeinsam können wir viel erreichen!

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