Gegen Müllverbrennung

Umweltinitiative Pfaffenwinkel ruft
zur Gründung einer Aktionsgemeinschaft auf.

Um den Widerstand zu koordinieren wollen wir
am Dienstag, den 4. August
in der Peitinger Zechenschenke
ab 19:30 Uhr eine
„Aktionsgemeinschaft gegen die Müllverbrennungsanlage Altenstadt“ gründen.
Parteien, Verbände, Vereine, Initiativen, engagierte Bürgerinnen und Bürger –

alle die uns unterstützen wollen sind dazu herzlich eingeladen.
Je mehr Gruppierungen wir sind,

desto gewichtiger wird unser Protest
und umso kreativer können wir Protestaktionen entwerfen und umsetzen.

Das Vorhaben das Biomasseheizkraftwerk Altenstadt in eine Müllverbrennungsanlage umzuwandeln, ist eine massive Kriegserklärung gegen die Bürgerinnen und Bürger im Schongauer Land!
Beginnend ab den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts hat ein breites Aktionsbündnis aus Parteien, Verbänden und Bürgerinitiativen sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass unser Landkreis von einer Müllverbrennungsanlage verschont geblieben ist, und wir mit den Anlagen der EVA GmbH eine gut funktionierende Alternative für die Müllbehandlung verwirklichen konnten. Und jetzt soll dieser Erfolg durch die private Hintertür ausgehebelt werden. 
Die Umweltinitiative Pfaffenwinkel e. V. wird daher mit allen legalen Mitteln darum kämpfen, dass die gesundheits- und umweltpolitisch katastrophalen Planungen für die ohnehin schon problematische Altholzverbrennungsanlage in Altenstadt verhindert werden!


Forderungen:


➡ Wir haben es hier mit einer wesentlichen Änderung einer industriellen Verbrennungsanlage zu tun. Diese Pläne müssen öffentlich erörtert werden und dürfen keinesfalls hinter verschlossenen Türen und noch dazu in einem beschleunigten Verfahren genehmigt werden.


➡ In einem öffentlichen Genehmigungsverfahren mit Erörterungstermin müssen die betroffenen Kommunen, aber auch Verbände und Vereine, sowie Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit für Einwendungen gegen die geplante Müllverbrennung erhalten.

➡ Dringend erforderlich ist auch eine öffentliche Diskussionsrunde mit wissenschaftlicher Begleitung durch Fachleute zur Information der Bevölkerung in und um Schongau über die Gefahren der geplanten Müllverbrennungsanlage.


Hans Schütz
AK Gewässer Luft der Umweltinitiative Pfaffenwinkel e. V.

1 Kommentar

    • Andreas Escher auf 27. Juli 2020 bei 18:13
    • Antworten

    Die Anlage mit dem Ziel gebaut sogenannte Biomasse: Baum- und Strauchschnitt, Rinde, Hackschnitzel aus der Land- und Forstwirtschaft, Landschaftspflegeholz, Sägewerksnebenprodukte, Schilf, dem Maschinenring Oberland abzunehmen und Thermisch zu verwerten. Sie sollte
    Ökologisch sauber sein selbst die Asche (reine Holzasche) könne auf Felder ausgebracht werden.
    Dies wurde vom Land Bayern mit 45 Mio. DM gefördert.
    Bei der Inbetriebnahme 1999 stellte sich heraus das dieses Vorhaben Unwirtschaftlich war da diese Rohstoffe eine zu hohe Feuchte aufwiesen (Projektierungsfehler des Planers)
    Bei der Planung ist man von 10- 15 % Restfeuchte ausgegangen, tatsächlich waren es 50%.
    Im Jahr 2000 gab es dann erste Versuche mit Altholz A 1-A3 dieser Brennstoff war stark mit Farben
    Bindemittel Spanplattenresten belastet. Für die „Entsorgung“ gab es ca. 100€/t, dies ging aber für die
    Entsorgung der Asche als Sonderabfall drauf.
    Ist bereits bei der Beantragung der Staatlichen Fördermittel Altholz A 1-A3 mit beantragt und genehmigt worden? Dies könnte der Bürgermeister in Altenstadt beantworten, er hat alle Unterlagen. Altholz zählt zwar zur Biomasse, dafür war das Kraftwerk aber nicht ausgelegt.
    Somit hätte aber eine wesentliche Änderung der Betriebsgenehmigung stattgefunden, die
    von Staatlicher Seite hätte genehmigt werden müssen. Wer hat es Genehmigt?
    Mit Beginn des Betriebes 1999 und der Einspeisung wurde die erhöhte Biomassen Strom Vergütung
    für 20 Jahre bis 2019 gezahlt.
    Biomasse gibt es zurzeit sicher genug (Borkenkäfer, Windbruch, Abgestorbene Bäume) nur muss
    man dafür bezahlen.
    Die Anlage hat in der Filtertechnik nur Gewebefilter die nun 20 Jahre alt sind Zustand unbekannt.
    Wieviel Schadstoffe bisher bei Altholz A1-A3 entweichen ist nicht bekannt da ja danach nie gesucht
    wurde die Asche kann hier wesentliche Informationen bieten, 1-2% der Asche gehen über den Schornstein ab. Dazu kommen Dioxine Furane und diverse Säuren.
    Für Ersatzbrennstoffe ESB gelten Rauchgasseitig Richtlinien einer Müllverbrennung
    (Rauchgaswäscher, Katalysatoren)
    Die muss auch ein Erweitertes Genehmigungsverfahren von Staatlicher Seite nach sich ziehen.
    Es ist eine Erhebliche Änderung der Betriebserlaubnis nötig.

    Folgen für die Umwelt: Im Abstand von 1000m in der Hauptwind Richtung liegen zwei Zertifizierte Biobauernhöfe die nach Andechs liefern, daran schließt sich ein Wohngebiet mit Erweiterung
    Möglichkeit an.
    Wer haftet für Schäden?
    Die Geschäftsform der Biomassen GmbH & Co KG zeigt das im Falle von Schäden in der Umwelt und Bevölkerung keiner haftet.
    „Garnelen aus der Müllverbrennung“ ist sicher sehr Werbewirksam.

    Mit freundlichen Grüßen
    A. Escher Betroffener aus dem Wohngebiet Forchet, Ehemaliger Kesselwärter
    1999-2001 Biomasse

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