UIP unterzeichnet Trierer Manifest

Wie auf dem UIP-Treffen am 16. April 2012 beschlossen, hat die UIP das Trierer Manifest unterzeichnet.

Das Trierer Manifest begründet die notwendigen Strategien und Maßnahmen einer nachhaltigen Verkehrswende im Landverkehr, mit Schwerpunkt auf dem Personenverkehr. Neben Forderungen an die Verantwortlichen in Politik, Verwaltung und Wirtschaft beinhaltet das Manifest auch eine Standortbestimmung für Aktive zur Stoßrichtung ihrer Arbeit und zu Fragen der Kooperation.

Ein Entwurf des Manifestes wurde im Vorfeld des 18. Bundesweiten Umwelt- und Verkehrskongress (BUVKO) durch ein Team der Veranstalter entwickelt. Dazu gehörte neben FUSS und UMKEHR e.V. die Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung SRL. Dieser Entwurf wurde zum Abschluss des BUVKO dem Plenum vorgetragen und stand anschließend einen Monat im Internet für Kritik und Anregungen bereit. Dieses Angebot wurde stark genutzt, die Verbesserungsvorschläge wurden nach Möglichkeit berücksichtigt.

Hier kann das Manifest von Einzelpersonen und Organisationen unterzeichnet werden.

„Hier soll der Wald sich selber leben.“ Ein Plädoyer für Nationalparke

Den folgenden Artikel verfassten Prof. Michael Succow und Prof. Hans Dieter Knapp für eine Broschüre des baden-württembergischen NABU-Landesverbandes (Naturschutzbund Deutschland e. V.). Die Veröffentlichung auf dieser Homepage erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Dr. Andre Baumann, dem Vorsitzenden des NABU-Landesverbandes Baden-Württemberg. Eine gekürzte Version erscheint in der Juni-Ausgabe des OHA.

 

„Hier soll der Wald sich selber leben“

Obiges Zitat stammt von dem preußischen Forstmann Dr. Max Kienitz (1849-1931). Es bildet den Schlusssatz seines am 29. Dezember 1906 gestellten Antrages an den Preußischen Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten zur Ausweisung des Plagefenns im Nordosten Brandenburgs als strenges, nutzungsfreies Naturschutzgebiet. Bereits am 4. Februar 1907 wurde das Plagefenn das erste wirklich befriedete, von jedweder forstlichen Nutzung freigestellte Naturschutzgebiet Deutschlands mit einer Größe von 177 ha.

Der erste deutsche Nationalpark entstand im Gegensatz zu manch anderem europäischen Land erst über 60 Jahre später im Bayerischen Wald. Inzwischen gibt es im wiedervereinten Deutschland 14 Nationalparke in 11 Bundesländern. Nur Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland haben als Flächenländer bisher keinen Nationalpark. Seit Jahren sind weitere Nationalparke immer wieder in der Diskussion. Einer davon ist der „Nordschwarzwald“. Es ist längst überfällig, dass auch Baden-Württemberg sich seinen Nationalpark „leistet“. Wie bei all den anderen Nationalparken in Deutschland wird es sich zunächst um einen „Entwicklungsnationalpark“ handeln müssen, den es in einem längeren Prozess aus einer forstlich geprägten Waldlandschaft zu einer werdenden Wildnis zu entfalten gilt: Ein Stück Wiedergutmachung an der Natur – um ihrer und unserer selbst willen. Weiterlesen